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The Turin Horse (Das Turiner Pferd): ungarisches Drama in schwarz-weiß

Die Handlung von The Turin Horse spielt im Frühjahr 1889. Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche reist nach Turin und beobachtet dort, wie ein Pferd von seinem Besitzer ausgepeitscht wird. Völlig erschüttert über das, was er da sieht, wirft sich Nietzsche vor das Pferd, um es zu schützen. Tapfer erträgt er die Schläge, die für das Pferd bestimmt waren. Schließlich bricht der Philosoph unter den brutalen Schlägen zusammen und verliert das Bewusstsein. Doch diese Tat bleibt nicht ohne Folgen. Friedrich Nietzsche hat seit diesem Zeitpunkt nie wieder ein Wort geschrieben oder gesprochen. Seit diesem Vorfall galt er als geisteskrank.

Desweiteren erzählt der Film die Geschichte eines Kutschers und seiner Tochter. Beide verdienen ihr Geld mit dem Transport von Waren, wozu sie ihr Pferd dringend benötigen. Da dieses aber immer öfter seinen Dienst verweigert, wird es tagtäglich zur Arbeit gezwungen.

The Turin Horse: Technisch und optisch beeindruckend

Technisch und optisch ist Bela Tarr ein einzigartiger Film gelungen. Die Sequenzen, in denen sich die Kamera zwischen dem Innen- und Außenraum hin und her bewegt, gehen nahtlos ineinander über. Regisseur Tarr vermeidet jedoch, eine gewisse Dynamik in den Film zu bringen. Die Handlung und auch die Monologe von The Turin Horse sind minimal gehalten und laufen meistens ins Leere.

The Turin Horse: Hintergründe

Dieses Drama scheint der letzte Film von Tarr gewesen zu sein. In einem Interview gab er bekannt, dass ihn das Produzieren von Filmen ermüden würde.

2011 wurde der Film auf der Berlinale aufgeführt und ist ein internationales Projekt. Die Führung bei den Dreharbeiten übernahm Tarrs ungarische Produktionsfirma TT Filmmuhely. Auch Produktionsfirmen aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland waren an dem Projekt beteiligt.

Das Turiner Pferd
(OT: The Turin Horse)   
                                                                                                                                       
Regie: Béla Tarr, Ágnes Hranitzky
Land: Ungarn, Frankreich, Deutschland, Schweiz, USA 2011
Darsteller: János Derzsi, Erika Bók, Mihály Kormos
Genre: Drama
Länge: 146 min.
                                                                                                                           
Kinostart: 15.03.2012

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