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Nachtschichten: Film über Nachtmenschen in Berlin

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da – für manche auch gar nicht zum Schlafen, sondern zum Aufstehen und Arbeiten. Es sind keine Verdammten und ewigen Blutsauger, sondern gewöhnliche Menschen die zur Arbeit gehen und Nachtschichten schieben. Die Nacht hat viele Facetten, sie ist vielschichtig – gleichzeitig undurchsichtig und eine Art Parallelwelt zum hektischen Tagesgeschehen.

Nachtschichten: Berlin bei Nacht

Ivette Löcker begibt sich in ihrem neuen Dokumentarfilm in dieses nächtliche Universum der Großstadt Berlin. Sie sucht nicht das bekannte Berlin bei Nacht in hellerleuchteten, wochenendlichen Kiezen, sondern die schattigen Orte der Nachtmenschen. Jener, die in der Nacht arbeiten, sie zu ihrem Tag erklärt haben – freiwillig oder notgedrungen. Die Dokumentarfilmerin unterhält sich mit den sonst Unsichtbaren. Sie lauscht den Erzählungen über die Nacht, den Erfahrungen, horcht in die Nacht selbst hinein. Nacht als Freiraum, als Angstraum, als Gelegenheit für Unbeobachtetes. Tiere wagen sich auf die Straßen, Sprayer machen sich ans Werk, Wachpersonal dreht seine Runden.

Nachtschichten: Die Hauptstadt der Nachtmenschen

In ihrer Dokumentation spürt Ivette Löcker, gebürtige Österreicherin und Wahlberlinerin, dem stillen und schrillen Hall des dunklen Raums der Hauptstadt nach. Die Filmemacherin verbindet die Wege und Fährten der anonymen Großstadt, des unbekannten Berlin bei Nacht und dessen Protagonisten miteinander. Sie fragt, forscht und wird mit Geschichten belohnt, die sie kunstvoll zu einem spannungsvollen Ganzen webt.

“Der Film ist eine Liebeserklärung an die Nacht, doch es ist keine ungetrübte, gefahrlose Liebe, denn Gefahr ist ein fester Bestandteil der Nacht.” – so Ivette Löcker über ihr neues Werk. Die Dokumentation gewann 2011 den Großen Dokumentarfilmpreis des österreichischen Filmfestivals “Diagonale” in Graz.

Nachtschichten

Regie: Ivette Löcker
Drehbuch: Ivette Löcker
Land: Österreich 2010
Genre: Dokumentation
Länge: 97 min.
FSK: 13

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Kinostart: 15.03.2012.
                            Interview mit Ivette Löcker

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