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Morning Glory: amerikanisches Frühstücksfernsehen im Kino

Morning Glory heißt auch ein Film mit Katherine Hepburn von 1933, der ebenfalls im Showbiz spielt, oder eine nicht von großem Erfolg gekrönte Serie aus den 90ern mit Christopher Reeve. Ebenso tragen die englischen Titel von zwei Filmen aus Hong Kong und Malaysia eine Morning Glory in sich – eine Morgenlatte? Dieser Wortgebrauch ist hier wohl weniger angebracht, der eher lyrische Name ist ja auch vorrangig eine Bezeichnung für rund 1.000 Pflanzenarten.

Die schöner übersetzte Morgenpracht (aha!) steht für die vergebliche Liebe – und somit ist der Titel dieser Komödie von J. J. Abrams wohl als ein Wortspiel aufzufassen: Wird Becky Fuller durch das morgendliche Fernsehprogramm Ruhm und Quote ernten oder nach vergebener Liebesmüh’ einsam enden? So dürfte die antreibende Schicksalsfrage der Hauptfigur auf eine Zeile zu bringen sein.

Einen deutschen Trailer gibt es leider noch nicht. Bisher ist auch nur der Starttermin für die USA bekannt: 12. November 2010. Ursprünglich hätte der Film der Paramount Pictures Ende Juli an den Start gehen sollen.

Morning Glory: dieses Jahr nicht die erste Vermählung von Liebe und Komödie

Nach Auftragslover: L’Arnacoeur, La Tête en Friche, Love and Other Drugs, Vergissmeinnicht: L’âge de raison … und anderen ist Rachel McAdams in der Rolle der Becky Fuller, umgeben von Stars wie Diane Keaton, Harrison Ford und Jeff Goldblum nicht die Erste, die das Publikum dieses Jahr an die Liebe erinnern möchte.

Worum geht es? Nachdem die ambitionierte TV-Journalistin Becky unerwartet gefeuert wird, muss sie – mangels Qual der Wahl – einen Job in dem mit Abstand schlechtesten Morgenprogramm Amerikas annehmen. Sie macht es sich zur Aufgabe, den Laden wieder auf Vordermann zu bringen. Dabei hat sie privat genug Probleme. Vergebens die Liebe – in Ihrem Privatleben herrscht absolute Liebesflaute. Altersmäßig würde ja der Senderchef Adam Bennett (Patrick Wilson) ganz gut zu ihr passen…

Um für Quote zu sorgen, holt Becky den angesehenen TV-Anchor Mike Pomeroy (Harrison Ford), der sich aus dem Geschäft zurückgezogen hat, in die Guten-Morgen-Show. Der empfindet die Aufgabe, Gossip und Promisorgen als News zu verkaufen, zunächst als eine Beleidigung seiner Würde, kann er doch auf eine legendäre TV-Karriere zurückschauen.

Streit mit der ehemaligen Schönheitskönigin Colleen Peck (Diane Keaton), die seit Jahren liebend gern das Morgenfernsehen moderiert, ist da vorprogrammiert. Also muss Becky an allen Fronten hart arbeiten: ihren Ruhm und die Show retten und in allen Kampfzonen, auch der privaten, Liebe und Versöhnung stiften.

Portfolio der Crew ist Qualitätsgarant

Außer dem Produzenten J. J. Abrams, der ja sonst die Geschichte des Universums umschreibt (im Jahre 2009 Star Trek mit Chris Pine und Zaquary Quinto) oder 100 verwirrte Menschen auf eine verlorene Insel schickt (Lost), passt die Crew ganz gut in das romantische Setting: den Regisseur Roger Michell kennt man für Notting Hill und das Drehbuch stammt von Aline Brosh McKenna, welche den Teufel schon zu Prada verführte (Der Teufel trägt Prada).

Diane Keaton ist ohnehin quasi immer dabei, wenn Hollywood aufmunternd zeigen möchte, dass Liebe auch im Alter erfüllend, flippig, in, sexy, frisch… sein kann. Man glaubt es ihr auch. Einzig welche Rolle Jeff Goldblum zuteil wird, ist noch nicht ganz klar. Im Trailer leider keine Spur von ihm. Mitte November wird Amerikas Frühstücksfernsehen zeigen können, ob es auch Kinosäle munter machen kann – sicher keine vergebene Liebesmüh’.

Morning Glory

Regie: David Michell
Mit: Rachel McAdams, Harrison Ford, Diane Keaton, Jeff Goldblum, Ty Burrell, Patrick Wilson, 50 Cent, Lloyd Banks, Tony Yayo
US-Kinostart: 12.11.2010

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