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Nichts tun, arbeiten!

Dave Barry von der NYTBR hat sein Buch der Saison gefunden. Mit Tom Lutzs Geschichte der Faulenzer “Doing Nothing” (Leseprobe) hält er die Legitimation fürs Dolcefarniente in Händen. Gilt ihm der historische Überblick über die Hänger von Jesus (böser Scherz) bis Bart Simpson doch als Beweis dafür, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Nichtstun eher fließend sind. Spätestens in der Informationsgesellschaft, in der laut Barry kaum noch jemand etwas tut, das zweifelsfrei Arbeit ist, Kohle schürfen zum Beispiel: “Bei vielen wäre der gesellschaftliche Effekt, hörten sie für Monate oder gar Jahre auf “zu arbeiten”, gleich null (siehe Berater, Redakteure, Paris Hilton).” Und den Tagträumer zu verachten, zugleich aber Lotto zu spielen, um endlich aussteigen zu können, findet Barry, geht eigentlich auch nicht. Wer wissen will, wie wieder einmal alles irgendwie zusammenhängt und warum der Slacker ein wichtiger Funktionsträger und manchmal sogar der größere Workaholic ist, dem empfiehlt Barry dies “gründliche Stück Arbeit”.

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